HAUS UND GARTEN

In seiner Umgebung aus dem Rahmen fallend, ein architektonisches Kleinod, ein „Schatzkästlein“ – so erleben Besucher das Tobiashaus an der Lothringer Straße, das ebenso verwunschen anmutet wie der versteckt dahinter liegende Garten mit seinen lauschigen Winkeln, seinen Heilpflanzen und Bienenvölkern.

Das unter Denkmalschutz stehende sogenannte Kutscherhaus stammt aus dem Jahr 1897 und gehörte ursprünglich als Stallgebäude zu einer repräsentativen Villa am Sachsenring, die das Fabrikantenpaar Ella und Arnold Guilleaume um 1900 errichtete. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Stallgebäude zu einem herrschaftlichen Wohnhaus umgebaut und von der Familie Guilleaume bis 1975 genutzt. Anschließend gehörte es zehn Jahre lang dem Pharmazieunternehmer Wolfgang Schwarzhaupt, bis der Tobiasverein das Anwesen Anfang 1986 erwarb und für das Therapeutikum umbauen ließ.

Heute ist das Haus bis unters Dach mit Leben gefüllt: zwei große Praxen, zahlreiche Therapieräume und eine Dachwohnung lassen keine Leerräume. Dafür sorgt ein liebevoll angelegter und gepflegter Garten hinterm Haus für erholsame Ausblicke aus Warte- oder Behandlungszimmer – mit Spielecken für kleine und größere Kinder, mit einem kleinen Gewächshaus, in dem man den Tomaten beim Reifen zusehen kann, mit Teich und Sitzecken, mit einer faszinierenden Pflanzenvielfalt und seit Sommer 2008 auch mit zwei Bienenvölkern, die uns ihren Honig „Tobias-Gold“ schenken.